Rasse: Kaleid (von den Menschen hinter vorgehaltener Hand auch 'Dunkelelben' genannt)


Herkunft: Die Wälder Fern-Harads


Aussehen: Die Kaleid sind hochgewachsen und schlank, sie haben einen feingliedrigen Knochenbau, sehr schlanke und langwirkende Finger. Ihre Haut hat einen bläulichen bis violetten Schimmer, was die Kaleid blass wirken lässt, denn trotz dass sie sich gerne draußen aufhalten ist ihre Haut in der Regel hell. Natürlich gibt es auch wenige, die einen dunklen Teint haben, diese leben jedoch an mehr zur offenen Wüste hin. Man kann jede Haarfarbe bei dieser Rasse finden, jedoch nur blaue oder grüne Augenfarben.
Ihre Ohren wirken nach oben und unten leicht zugespitzt, doch Vorsicht, sie sind in keinster weise mit den Elben verwandt und würden es als große Beleidigung sehen, wenn man sie damit vergleicht! Dies kann bis zu einer Blutfehde führen.
Die männlichen Kaleid bekommen ab dem 10. Lebensjahr einen Flaum im Gesicht, der sehr dicht und auch weich ist. Dieser wird entweder abrasiert oder lang getragen. Ansonsten ist die Körperbeharrung bei den Kaleid sehr leicht und fällt kaum auf, außer dass sie die Haut der Kaleid sehr weich erscheinen lässt, wenn man denn mal einen berühren darf. Sie werden bis zu fünfzig Jahre älter als Menschen, wobei dies nicht immer die Regel ist, gerade bei den Kriegern.
Ihre Kleidungen sind in der Regel sehr einfach und schlicht, selten kann man Verzierungen oder Veredlungen daran finden. Die Krieger der Kaleid tragen auf der linken Seite einen runden Ohrschmuck, in Form eines Schildes. Je nach Rang variiert dieser Ohrschmuck mit Größe, Verzierungen und Farbgebung.


Sprache: Die Sprache der Kaleid ist weit fortgeschritten und hat sich über die Jahrehunderte und Jahrzehnte weiter entwickelt. Immer neue Elemente sind mit eingeflossen, neue Laute und Wörter, welche sie in anderen Gegenden vernommen haben, so dass sie ein komplexes Gemisch aus den verschiedenen Sprachen und Lauten Harads zu sein scheint.
Ebenso wie die Sprache der Haradrim aus Nah-Harad ist die Sprache der Kaleid eine Halssprache, so dass es wohl für die Menschen aus dem Norden schwerer ist, diese zu erlernen.


Lebensverhalten, Sitten und ähnliches: Aufgrund ihrer bläulichen Haut, glauben einige, dass die Kaleid an der See leben oder gar ihr Reich unter Wasser haben. Fakt jedoch ist, dass sie in den großen, dunklen Wäldern Fern-Harads ihre Herkunft finden, auch wenn manche mittlerweile auch an den Grenzgebieten zu Nah-Harad leben, dort bevorzugt jedoch in den Oasen.
Sie gelten als gute Jäger und Fischer, gerade weil sie sich sehr leise bewegen können und ihre Bewegungen immer sehr vorsichtig, scheinbar sehr überdacht sind, was bei anderen Wesen oft ein Stirnrunzeln hervor ruft.
Die Kaleid leben in verschiedenen Clans, der Name des Clans gilt gleichzeitig als Nachname. Unter den Clans gibt es Bündnisse und auch Feindschaften. Verbündete Clans schließen sich zu einem Dorf zusammen, die verfeindeten Clans gehen hin bis zur Blutfehde.
Jeder Clan hat einen Anführer, erwählt von dem kompletten Clan. Die Anführer selbst wählen den Vorsteher des Dorfes. Krankheiten und Probleme werden von den "Weisen" gelöst, die bei jeder Ratsversammlung der Anführer dabei sind. Diese Weise sind jedoch nicht unbedingt die Dorfältesten. Die Weisen werden von Kindesbeinen mit dem Wissen vorangegangener Weiser angelernt. Jedes Dorf hat bis zu 5 Weise, die dem Vorsteher und den Clansführern mit Rat zur Seite stehen. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, dass eigentlich diese Weisen das Dorf und die einzelnen Clans leiten würden.
Die Kinder der Clans werden übrigens (ausgenommen die, die von den Weisen ausgebildet werden) werden von einem befreundeten Dorf ausgebildet. Damit wird gewährleistet, dass keine Bevorzugung oder Benachteiligung geschehen kann.
Da das Volk hauptsächlich friedlebend ist, gibt es nur wenige Kaleidkrieger. Doch diese werden mit besonderer Härte ausgebildet, denn es gibt genug andere Völker, die kriegerisch sind und somit einen Schutz abverlangen. Die Angst vor den Kaleidkriegern ist durchaus begründet, denn die, die die harte Ausbildung überlegen, sind tückisch, verstehen sich mit der Dunkelheit zu bewegen und neigen zur vollkommenen Gefühlskälte gegenüber dem Feind. Es stört sie nicht, wenn dieser während ihren Folterungen schreit, leidet oder weint. Im Gegenteil. Sie lachen darüber und sehen es als Unehrenhaft an.


Beziehung zu anderen Völkern: Die Kaleid gelten als freundliches, doch auch geheimnisvolles Volk. Sie geben kaum etwas von sich selbst preis. Gerade auch wegen ihren vorsichtigen Bewegungen, ihrer sehr leisen Art und Weise zu sprechen, bzw. sich fortzubewegen, gelten die Kaleid als exotisch. Die Weisen der Kaleid werden mit ziemlicher Skepsis betrachtet, denn ihr Wissen ist sehr alt, was anderen oft angst macht. Vor allem jedoch sind die Kaleid ein Volk, das kaum bekannt ist und welches viel mehr als Legende und Sage im eigenem Land gehört. Die Menschen reagieren meist mit Furcht, Angst, Aberglauben oder Ehrfurcht auf Vertreter des Dschungelvolkes
Die wenigen Kaleidkrieger gelten als gefährlich, da ihre Art sehr heimtückisch ist. Sie nutzen die Dämmerung zum Angriff und scheinen ohne Angst zu kämpfen. Selbst wenn sie selber in der Unterzahl sind, so weichen sie nicht zurück, sondern scheinen sich mit Freude in das Schwert des Feindes zu stürzen.
Das Volk der Kaleid hat eine Abneigung gegenüber den Elbenvölkern, um nicht zu sagen, sie hassen sie aus tiefstem Herzen. Sie haben das Leid über die Völker gebracht, auch wenn die Elben dieses abstreiten und sie haben vielen Wesen Mittelerdes nur Trauer und Schmerz mitgegeben in dem sie den Schrecken in das Land ließen.
Auch können die Kaleid die Gondorianer, die Dúnedain nicht leiden, kein Wunder, sind diese doch den Elbenvölkern sehr angetan.
Anders verhält es sich wiederum bei den Orks. Die Kaleid mögen die Orks, auch wenn diese hässlich sind, deren Manieren abstoßend und sie auch sonst einfach nur zur niedersten Form der Wesen Mittelerdes gehören. Und doch helfen sie diesen Wesen in den Wäldern und es herrscht Frieden zwischen ihnen, ebenso wie zwischen vereinzelten Clans der Haradrim und den Kaleid Frieden herrscht, der teilweise schon fast heilig ist.


Vorteile und Besonderheiten:
- Die Kaleid können in der Dämmerung das Restlicht so nutzen, dass sie noch immer etwas zu sehen vermögen
- Das Volk gilt als gute Jäger und Fischer, durch ihre leise und vorsichtige Art der Bewegung.
- Die Krieger der Kaleid sind hart ausgebildet und trotz ihrer geringen Anzahl mehr als gefürchtet.


Nachteile und Makel:
- Die Rasse gilt als sehr anfällig, wenn sie Verletzungen haben oder durch andere Umstände geschwächt werden.
- Zu helle Sonneneinstrahlung lässt auf Dauer die Augen schmerzen.
- Einige aus dem Volk vermögen Weiß und Gelb nicht richtig zu erkennen. Diese Farbtöne haben bei ihnen einen Graustich

Wichtige Anmerkung: Wer einen Kaleid spielen möchte, setze sich bitte mit Shahla (Kaleidbetreuerin, Rassenbeschreibung) oder Masra (erste Kaleid im Spiel, so wie auch Vorlage für diese Rasse) in vorab Verbindung, da es hier genauere Absprachen benötigt, damit die Spieler wissen, wie weit sie beim Charentwurf gehen dürfen bzw. was erlaubt ist und was nicht.

 


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